Nuri Seferi - Official Website Corp.

Company description goes here

Hauptmenü
Follow me

Seferi vs. Stankovic
Seferi vs. Mitreski


   


Nuri Seferi boxte 6 Jahre mit Tumorerkrankung - Jetzt spricht er über seinen WM Traum und Vereinigung des albanischen Volkes

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Cruisergewichtler Nuri Seferi bei seiner letzten Titelverteidigung im September sein Leben riskiert. Seit ca. sechs Jahren litt der in der Schweiz lebende „Albanische Tyson“ an einem bösartigen Tumor im rechten Schienbein. Das Geschwür hatte Teile des Knochens zerstört und verursachte über Jahre permanente Schmerzen.



Vor seinem letzten Kampf hatte sich der Knochenschwund verschlimmert. Ein Bruch während des Kampfes hätte zu einer starken Blutung führen können. Außerdem wäre nach solch einem Unfall ein normale Heilung unmöglich geworden. Trotzdem schlug der WBO Europameister die Warnungen seiner Ärzte in den Wind. Auch auf den Rat seines Trainers Oktay Orkal, der zu diesem Zeitpunkt das gesamte Ausmaß der Krankheit nicht kannte, wollte Seferi nicht hören. Sattdessen hielt es Nuri wie seine Vorbilder, die Gladiatoren: "Lieber sterbe ich im Ring, als den Titel Kampflos niederzulegen“, sagte er vor dem Kampf zum FIGOreporter Leif Magnusson.

Ein Freund Seferis berichtet gegenüber FIGOsport: „Er hat sich gequält und gefoltert. Er wollte mit aller Macht eine Operation vermeiden, die seine Karriere beenden könnte.An ein normales Training war aber kaum zu denken. Er konnte sein Bein nicht belasten, weil die Schmerzen mit zunehmender Belastung auch stärker wurden. Er konnte 6 Jahre lang kein Seil springen. Lauftraining war ebenso nicht möglich. Lediglich Fahrradfahren, Krafttraining, Sparring und der starke Wille haben ihn zum WBO Europameister gemacht. Man muss bedenken, dass er gegen Taras Bidenko, Marco Huck und Herbie Hide stets ohne Konditionstraining kämpfen musste. Gegen Marco Huck kämpfte er sogar noch mit einer Schulterverletzung, deren Fäden nur einen Tag vor dem Kampf gezogen wurden.“

Seferies Berater Luan Dreshaj: „Mit Gottes Hilfe hat er alles gut überstanden, am 4. November wurde er in Bern (Schweiz)  am Schienbein operiert. Der Tumor, der ihm seinen Knochen fast komplett zerstört hatte, ist erfolgreich entfernt worden. Zur Verstärkung und schnelleren Heilung hat er eine Titanplatte eingesetzt bekommen. Er spricht jetzt schon wieder von seinem WM-Traum.“

Nuri Seferi sagte am Telefon zu FIGOsport: "Ich habe immer wieder auf irgendwelche Chancen gewartet und habe deshalb diese Operation verschoben, weil ich wusste, dass man lange Zeit danach pausieren muss. Der Tumor wurde immer größer, mein Bein immer schwächer. Ich habe also einen Teil meines Körpers wegen meines Sports riskiert. Nun habe ich das hinter mir gebracht und bin sehr froh. Ich werde stärker denn je zurück kommen. Ihr werdet einen neuen Nuri im Ring sehen. Sobald ich wieder richtiges Lauftraining machen kann und mich 100%ig vorbereiten kann. Ich bin bereit gegen jeden anzutreten, sei es Marco Huck, Yoan Pablo Hernandez, Guillermo Jones oder Krysztof Wlodarczyk. Wenn ich fit bin schlage ich alle. Ich möchte Weltmeister werden und für Albanien Geschichte schreiben. Vor jedem Kampf gehen mir Bilder der Geschichte meines Volkes durch den Kopf. Wir sind mit das älteste Volk Europas, haben aber eine sehr traurige Geschichte. 10 Millionen Albaner müssen in 6 Balkanländern leben. Man hat uns Grenzen auf eigenem Boden gesetzt. Wir wären lieber zusammen. Mit meinem Sport möchte ich große Mengen bewegen und Menschen vereinen" so Nuri Seferi gegenüber Figosport.

Nach bisherigen Plänen soll Seferi schon im Frühjahr 2012 wieder im Ring stehen können. Nach einem vorsichtigen Start soll es noch im kommenden Jahr um einen WM-Ausscheidungskampf gehen.

Quelle: FIGOsport.de
25.11.2011